Die Maximierung des Minimalismus        Kleiner Freund schickt Großen Bruder

Der "Große Bruder": nach dem FIAT 500 geht jetzt der FIAT 500L ins Test-Programm (Bilder: FIAT/FCA-Group)
Der "Große Bruder": nach dem FIAT 500 geht jetzt der FIAT 500L ins Test-Programm (Bilder: FIAT/FCA-Group)

Kein Zweifel: er ist cool. Er ist "so nice". Und er ist auch praktisch - solange man ihn das sein lässt was er ist. Ein moderner urbaner Flitzer. Der kleine Freund.
Ultrakompakt passt er in jede Lücke, schlängelt sich raffiniert durch jeden noch so dichten Verkehr und (pssst! verraten Sie es niemandem) schlüpft auch schon mal zwischen zwei Absperrpfosten hindurch.

Die Rede ist vom aktuellenFIAT 500. Den hatten wir für einige Wochen im Dauertest und haben uns dabei leider von einem Denkfehler verführen lassen. Wir wollten den knuffigen Italiener in eine Rolle zwängen, für die er nicht wirklich gemacht ist. Wie einen Last-Esel zwangen wir ihn, im harten Berufs-alltag unseres Reportage-Teams jede Menge Equipment zu schlucken und teilweise Hunderte Kilometer über Stock und Stein-, ja sogar über die Autobahn buckeln.

Er hat sein Bestes gegeben. Immer kamen wir pünktlich an. Immer hatten wir alles dabei. Immer waren wir hoch- zufrieden. Aber als Fazit steht nun fest, was uns von vornherein hätte klar sein müssen:
Der FIAT 500 ist eben nicht der ideale Anwärter auf den Titel "Das ultimative Journalisten-Auto". Wir wollten ihn zwingen, und er hat sich gewehrt.

Jetzt schickt er seinen großen Bruder 500L, und der hat echte Chancen, den Titel zu gewinnen.