Vespa "Business" Day 1:    Wer sagt, ein Firmenfahrzeug muss 4 Räder haben?

Photo: Karin Anne Koch (Redaktion PRESSEtest/Internationaler Pressedienst Koch)
Photo: Karin Anne Koch (Redaktion PRESSEtest/Internationaler Pressedienst Koch)

Es ist der erste Test-Tag für unser Geschäftsfahrzeug auf zwei Rädern. Einsatzort: eine Pressekonferenz im Kongresszentrum. Die mehrspurige Straße dorthin, gleichzeitig auch ein vielbefahrener Autobahnzubringer, ist schon zwei Kilometer vorher total verstopft.
Pech für alle, die mit dem Auto kommen. Die knallrote Vespa aber kann schon bei der Anfahrt ordentlich Pluspunkte verbuchen. Mit ihr schlängeln wir uns mühelos durch.

Auch der Parkplatz ist hoffnungslos mit den Autos der Presse-Kollegen überfüllt. Entsprechend blockiert präsentiert sich die Zufahrt. Es geht nichts mehr. Alles dicht.
Den Gesichtern hinter getönten Autoscheiben sieht man den Stress förmlich an: werden wir pünktlich sein? Neben der Sorge, einen halbwegs tauglichen Parkplatz zu erwischen, stellen sich wohl langsam die üblichen Befürchtungen ein. Reicht die Zeit noch für die Akkreditierungs-Formalitäten, den Aufbau des Equipments, einen schnellen Toilettengang? Dann einen vernünftigen Platz für gute Photos ergattern - niemand kauft schließlich ein Bild, auf dem nur die Rücken der Kollegen zu sehen sind.

Ich dagegen kann locker bleiben. Mein Presse-Fahrzeug ist gerademal 73,5 cm breit und kommt praktisch überall zügig durch. Die rote Vespa "Primavera" zaubert sogar ein Lächeln auf die Gesichter der ansonsten oft grimmig dreinschauenden Security-Leute. Ich habe einen gewaltigen Sympathie-Faktor auf meiner Seite.
Sympathie schwingt mir übrigens grundsätzlich entgegen, wenn ich mit der Vespa irgendwo auftauche.

Photo:  Karin Anne Koch (Redaktion PRESSEtest / Internationaler Pressedienst Koch)
Photo: Karin Anne Koch (Redaktion PRESSEtest / Internationaler Pressedienst Koch)

Im Handumdreh'n parke ich direkt "on Location" und packe aus. Meine kompakte Profikamera der neuesten Generation, das extraleichte Teleskopstativ, Mikrofon und Tonaufnahme-Gerät marantz PMD 620 MK2 (demnächst hier im Test) fanden locker Platz in den intelligent angelegten Staufächern des pfiffigen Italo-Rollers.

An dieser Textstelle entschließe ich mich, ein neuerdings häufig strapaziertes Wort zu verwenden:
"Downsizing". Abspecken ist mittlerweile auch in Sachen Reporter-Equipment Realität geworden. Mein Handheld-Recorder realisiert Tonaufnahmen in Sendequalität, kann viel mehr als die noch vor wenigen Jahren eingesetzten Profi-Bandgeräte - und wiegt bei einer Größe von gerademal 10,2 x 6,2 x 2,5 cm nur 110 Gramm.
Auch für Pressephotos schleppe ich immer seltener meine schweren Spiegelreflex-Kameras mit den klotzigen Objektiven zum Einsatz. Viel lieber arbeite ich (sogar bei Reportagen) neuerdings öfter mit der kompakten Olympus PEN E-PL7. Wird diese Kamera von Profihänden bedient, dann können mit ihr ohne weiteres druckfähige Bilder realisiert werden.

Mit zeitgemäß "down-sized" Fahrzeug und -Equipment treffe ich also pünktlich, relaxed und frei von Anfahrtstress am Ort des Geschehens ein. Gleich neben dem Eingang stelle ich die Vespa ab und schlürfe in aller Ruhe einen Espresso am Buffet, bevor es an die Arbeit geht.  
Als der Job erledigt ist flitzt die Vespa mit mir durch die Reihen der Autos, in denen die Kollegen mal wieder im Abfahrtstau hängen.
Vielleicht stehen sie immer noch dort, als ich - schon im Feierabend - mir am nahen Flohmarkt ein cooles Transistorradio aus den 1950er Jahren kaufe, das ich demnächst als Requisite für eine Vespa-Photosession nutzen werde. Weiter mit Vespa Business Wheels: Day 2

Photo: Karin Anne Koch (Redaktion PRESSEtest / Internationaler Pressedienst Koch)
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