Vespa "Business" Day 2                                               Rush hour? What's that?

Trotz Rush Hour immer pünktlich: Die Vespa - optimales Stadtmobil für Journalisten (Photo: Karin Anne Koch/Reda PRESSEtest)
Trotz Rush Hour immer pünktlich: Die Vespa - optimales Stadtmobil für Journalisten (Photo: Karin Anne Koch/Reda PRESSEtest)

Selbst am Telefon konnte ich der Galerie-Chefin anmerken, wie aufgeregt sie war: die Photo-Layouts müssen  s o f o r t  zur Präsentation vorgelegt werden. Prints. Keine elektronischen Dateien.

Also persönlich hinbringen. Jetzt? Sofort? Jawohl - unverzüglich!  Dieser Termin ist mir sehr wichtig. Die Galerie hat einen guten Namen, sie ist renommiert. Es ist eine gute Sache, dort meine Photographien ausstellen zu können

Die Inhaberin hat immer Stress - vor allem in der finalen Phase unmittelbar vor einer Ausstellungseröffnung gibt es in ihrem Terminkalender kaum Luft. Wenn sie sich dann Zeit für mich nimmt sollte ich bereit sein.
Es ist Viertel nach Vier nachmittags. Dickste Rush-Hour. Mit dem Auto würde ich für die knapp fünf Kilometer erfahrungsgemäß beinahe eine Stunde brauchen, denn der Weg führt fast komplett über die Haupt-Ein-und-Ausfallstraße der Stadt. Stop and Go. Die Blechlawine rollt nicht - sie steht.
Das ist ein Fall für die rote Vespa - unsere "Redaktions-Feuerwehr". Weil sie überall durch kommt. Also Helm auf und los.

Immer wenn ich die dynamische "Wespe" durch verstopfte Straßen manövriere - natürlich unter Einhaltung der Verkehrsregeln, versteht sich - kommt etwas von diesem Italo-Feeling in mir auf. Freiheit. Lass die anderen doch stehen in ihren Abgasen. Fahr einfach drumherum. Wie einst Gregory Peck und Audrey Hepburn in "Roman Holiday" (deutsch: "Ein Herz und eine Krone"- Regie: W.Wyler).
Nicht alle staugestressten Autofahrer teilen meine sonnige Vespa-Stimmung. Und ich bin auch kein Filmstar, sondern nur ein Journalist auf dem Weg zum Job. Es gilt Helmpflicht (safety first), und die verhindert, dass meine Haare filmreif im Wind wehen. Was sie auch ohne Helm nicht recht könnten, weil sie zu kurz sind.
Auch bin ich nicht in Rom unterwegs, sondern in Ulm.

Trotzdem: etwas vom "Dolce Vita" kann ich fühlen. Nie vorher hat eine arbeitsbedingte Fahrt so viel Spass gemacht. Ich pfeife ein Liedchen in den erfrischenden Fahrtwind und erreiche relaxed die Galerie.
Die hübsche Empfangs-Assistentin zwitschert "So schnell sind Sie? Und so gut gelaunt?" Ja, bin ich. Beides.

 

 

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