Männer fordern neuerdings Gleichberechtigung bei der Hausarbeit:
WIR WOLLEN DAS RECHT AUF STAUBSAUGEN!

"Ich sehe Ihren Mann in letzter Zeit nicht mehr so oft?"  hörte ich neulich unsere Nachbarin zu meiner Ehefrau sagen. In ihrer Stimme bemerkte ich einen etwas besorgten Unterton. Meine Frau klärte die Fragerin auf: "Er hat jetzt ein neues Hobby. Staubsaugen"

Da ist was dran. Genaugenommen ist "Hobby" sogar ein wenig schwach formuliert. Tatsache ist: es hat mich gepackt wie schon lange nichts mehr. Verstehen wir uns richtig - ich staune selber über mich. Leide ich doch keineswegs an notorischer Langeweile. Im Gegenteil. Als professioneller Photograph/Filmer und Journalist habe ich immer genug zu tun. Mein Job ist vielseitig und interessant. Ich darf häufig von Pop-Events berichten, diese Reportagen führen mich nicht selten in die Backstage-Areas. Manch einer würde sonstwas dafür geben - bei mir gehört das zum Alltag. Auch an internationalen Rennstrecken und dergleichen Maskulinitäten bin ich beruflich zuhause.

Mein neuestes "Männerspielzeug"

Obwohl ich vom Klischee "Macho" weit entfernt bin nahmen in meinem Privatleben immer gewisse "Männerspielzeuge" eine tragende Rolle ein - vordergründig solche mit vier Rädern dran. Auch eine stattliche Sammlung elektrischer Gitarren nebst der dazugehörigen Sound-Technik stand jahrelang im Zentrum meiner Interessenslage. Haushaltgeräte dagegen eher weniger.
Das war gestern. Jetzt ist alles anders. Schuld daran trägt jenes etwa Einmeterzehn lange Paket, das mir heute vom freundlichen Postkurier überreicht wurde. Der Inhalt hat - so scheint es zumindest momentan - mein Leben verändert. Sie können kaum abwarten zu erfahren was mir da zugestellt wurde? Nein, nein -  es handelt sich nicht um ein trendy Sportgerät. Nicht um ein astronomisches Fernrohr. Und auch nicht um eine Modell-Eisenbahn. Im Schriftfeld des Absenders steht: VORWERK.

Wie bitte? Was? Ein Staubsauger?! Jawohl. Und bevor bei Ihnen, geschätzter Leser, jetzt die von mir mühsam aufgebaute Neugier schlagartig in Desinteresse umschlägt, rate ich dringend zum Weiterlesen. Andernfalls laufen Sie möglicherweise Gefahr, eine Horizonterweiterung zu verpassen ...

Doch vorab einige grundsätzliche Informationen über mich: Ich bin kein Faulpelz. Auch nicht wenn es um Hausarbeiten geht. Zugegeben, ich drängle mich nicht vor, und gewiss versuche ich innerhalb dieses Themenkreises auch, mich um gewisse Facetten häuslicher Pflichten zu drücken. Geschirr spülen etwa war mir von jeher ein Greuel - ich halte die Spühlmaschine für eine der wichtigsten Erfindungen der Menschheit.
Den Kalkbelag von den Wasserhähnen zu entfernen überlasse ich gern anderen Mitgliedern der Familie. Auch mit dem Fensterputzen stehe ich irgendwie auf Kriegsfuß. Seltsamerweise haben die Scheiben, wenn ich mit ihnen fertig bin, mehr blinde Stellen als vorher. Gar nicht zu
reden von den Glaswänden der Duschkabine.

Staubsaugen hingegen habe ich stets freiwillig übernommen. Es ist für mich grundsätzlich ein positives Gefühl, wenn zwischen mir und der zu reinigenden Fläche ein technisches System involviert ist.

Diese Rolle übernimmt ab sofort der VORWERK "Kobold VB100". Ein Testgerät ist bei uns angekommen. Und mit ihm eine neue Dimension von Spaß, weshalb wir ihm intern gleich mal den Nickname "Funcleaner" zuteilten. Denn was er veranstaltet, das hat mit dem klassichen Staubsaugen nicht mehr viel zu tun. Saugrohr mit ein paar Borsten dran - das war vorgestern. Die clever konstruierte Elektrobürste "EBB100" des Kobolds wuselt dynamisch und flink wie ein Miniatur-Autoscooter über jegliche Art von Bodenbelag, meistert mühelos jede Engstelle. Und wo sie unterwegs ist hat Schmutz kaum eine Chance. Weg damit. Fertig.

Weil uns das Testgerät an einem Samstag geliefert wurde fand die "out of the box"-Premiere bei uns zuhause statt. Am Montag darauf stand dann der eigentliche Test-Einsatz an - in den Redaktionsräumen. Kein leichter Job für alle und alles im Zusammenhang mit dem Thema Reinigung - auch wenn unser Arbeitsplatz nicht in einem Großraum-Office liegt. Hier auf dem Boden tummelt sich so manches am Ende eines Arbeitstages:
Verbogene Büro- und Heftklammern; Enden von Kabelbindern (unser Microphon-Techniker lässt die allzugern dort liegen, wo er sie gerade abzwickt); hier und dort haben Frühstücks-Sandwiches Partikelchen ihres Belages verloren. Dazu gesellen sich Bodenproben aus den Profilen diverser Schuhsohlen. Ein perfektes Testumfeld für Reinigungs-Equipment. 

Bereits am ersten Test-Tag findet eine erfreuliche Wandlung statt. Es sieht aus als hätten wir neuerdings ein ganzes Geschwader von Luxushotel-Reinigungspersonal im Einsatz. Haben wir aber nicht: Es gibt nur uns und den VORWERK "Kobold VB100". Offensichtlich reicht das. Alles scheint wie geleckt, und als Side-Effect freut sich unser Grafiker über das Abklingen des leidigen Allergie-Problems, an dem er seit Jahren laborierte. Guter Einstieg, Kollege Kobold.

Zunehmende Fälle von Putzlust bei Männern - Suchtpotenzial inklusive

Je öfter nun unser VORWERK VB100 im Einsatz war, umso deutlicher zeichnete sich eine seiner bedenklichen Seiten ab. Suchtgefahr. Immer häufiger traten sogar bei mir Anfälle von Reinigungswahn auf. Zunächst wurde auffällig, dass sich meine früher eher kurz ausfallenden Maßnahmen zur Bodenpflege jetzt zunehmend in die Länge zogen. Zusätzlich dehnte sich das Revier meiner Akkusauger-gestützten Putz-Aktivitäten aus. Ich meine: was spricht schon dagegen, wenn ich nach erfolgter Büroreinigung gleich noch im Treppenhaus weitermache? Das liegt doch sowieso zwischen dem Büro und unserem gewöhnlich ziemlich verschmutzten Eingangsbereich, oder?

Andererseits bin ich irgendwie ganz froh darüber, dass mich der langsam leer werdende Akku daran hinderte, mit dem VB100 auch noch auf die Gartenwege los zu gehen. Man muss die Grenzen eines Indoor-Staubsaugers akzeptieren ...

Der VORWERK VB100 verfügt - so stellte ich bald fest - über eine Eigenschaft, die man nicht explizit in der Bedienungsanleitung erwähnt hat. Er erzieht technik-affine Männer wie mich zu einer erstaunlichen Erweiterung des häuslichen Horizontes. Ich fühle immer häufiger, wie eine Putzlust mich täglich erfasst. Mit vorher nie gesehenem Elan schreite ich zur Reinigungs -Tat. Unaufgefordert. Freiwillig. Sehr gründlich. Fast ist da eine Art von Eifersucht in mir, wenn ich feststellen muss: meine Frau war schon vor mir mit diesem VB100 in unserem Wohnzimmer oder in den Büroräumen aktiv. Natürlich habe ich solcherlei kindische Anwandlungen absolut im Griff. Ich meine - es ist doch nur ein Staubsauger, oder?
Also vergessen Sie diesen meinen Ausflug ins Zwischenmenschliche und lesen Sie unseren Erfahrungs-Report über einen Staubsauger, der viel mehr als nur das ist ...

Effektiver Wollmaus-Jäger

Wer kennt sie nicht: jene Spezies, die sich über kurz oder lang unter Sofas, Betten und in den weniger besuchten Zimmerecken zu flauschigen Grüppchen versammelt. Wir treffen sie hinter dem Kopiererplatz an, sie verbrüdern sich beim Aktenschredder mit Papierfetzen und treiben gern in der Nähe von Heizkörpern ihr Unwesen. Der verniedlichende Name "Wollmäuse" kann nicht darüber hinwegtäuschen, wie sehr sie uns sauberkeitsgewohnten Individuen ein Dorn im Auge sind. Nicht einmal unsere Katze (die sich sonst von allem, was sich bewegt, provozieren lässt) mag mit ihnen spielen.

Der Kampf gegen die Wollmäuse endete bisher meist mit einer Niederlage für uns. Je mehr  wir fingen, umso mehr tauchten wieder auf. Bisher, sage ich, denn jetzt haben die fusseligen Knäuel ihren Meister gefunden. "Search and Swallow" - die Taktik des VORWERK VB100. Sein elektromechanisches Bürstenwerk EBB100 visiert kurz an, und schon setzen sich die Wollmäuse wie von einem Magneten angezogen in Bewegung.
Sekunden später beziehen sie ihr vorläufig letztes Domizil im Auffangbehälter des VORWERK "Kobold". Aus die Maus.

 

Diese Langzeit-Reportage wird fortgesetzt - wer dranbleibt erfährt alles über unseren Einsatz des VORWERK VB100 in der Redaktion PRESSEtest ...